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Gedichte über die Liebe, wie ein Töpfer seine Vasen formt.... mal wild, mal sacht - aber stets mit viel Gefühl. Schöne, aber auch traurige Nuancen... eben alle Facetten, die das Leben birgt.
"Die kleinen Sonnenstrahlen machen das Leben hell." Sylke Eckensberger
Traumgesichte?
Hat der Dichter sich da verschrieben und meint möglicherweise 'Traumgedichte'? Nein, hat er nicht. Die Alten wussten noch, was 'Traumgesichte' waren und vielleicht weiß es mancher auch heute noch. Doch selbst, wer es nicht mehr weiß, hat es ganz sicher schon einmal erlebt: den tiefen und lange anhaftenden Eindruck, im Traum etwas 'gesehen' zu haben. So etwas zu vermitteln, ist dann oftmals schwierig oder gar unmöglich. Heinz Rochholl versucht es trotzdem - in 'verdichteter' Form. Aus Traumgesichten werden

Traumgedichte.

Die Buchstaben
In denen ich schwimme:
Mit meinen gebrochenen Herzen
Können die Verse nicht atmen
Ich bin zwiesam
Wie vielfach
Meine Seele
In diesen Gedichten klingt
Auf die ich liebend
Den Fortbestand des Heils
In Unrast und Unruh bekehre


„ Ich gehe täglich die Wege meiner Träume. Jeden Tag wache ich auf, umhüllt mit der Hoffnung über die Zukunft der nächsten Tage. Ich weiß, was ich will, ich weiß, was ich haben kann, ich weiß, wer ich bin und ich liebe mich dafür.“
Malgorzata Rosenblatt
Eine Welle allein

Eine Welle allein macht kein Meer,
Eine Farbe allein macht kein Bild,
Eine Note allein macht kein Lied,
Ein Stück Eisen allein macht kein Schwert.

Ein Körnchen allein - keine Saat,
Ein Wörtchen allein - kein Gedicht,
Ein Funke allein - kein Licht,
Ein Gedanke allein - keine Tat.

Liliana Alexandrova

Plural 3

Du bringst Schnee über das Land

Dein erwärmtes Sternenherz
verbaut mir die Brücke zum Horizont-

daran denke wenn Du als Meise erwachst -

ich werde Dich füttern
so weit mir mein Herz reicht

in Deine hoffentliche Wiedergeburt --

Uwe Kraus
Lichtwechsel sind wie Jahreszeiten. Manchmal erscheint die Sonne wie im Frühjahr oder Sommer länger im Herzen und manchmal wird es bitterkalt in der Seele.
Diese Gedichte entstanden über den Zeitraum eines Jahres, in welchem der Autor mit vielen schlimmen familiären Dingen belastet war. Im Winter das Verarbeiten des Todes seines Vaters sowie dann auch noch der Tod seiner Mutter, der ihn sehr schwer in die Dunkelheit zwang.
Doch nun ist Lichtwechsel. Vielleicht sagt das Wort Lichtwechsel etwas vom Werden und Vergehen, so wie die Jahreszeiten ein Leben erzählen.

Die Melodie der Stille!!!
Verzweifelt sitz ich in düsterem Raum,
den Funken Hoffnung gibt's hier kaum,
einsam philosophier ich über Vergangenheit,
ohne das ich es bemerke, vergeht die Zeit.
Gedanken malen Bilder, spielen Melodien,
die wie in Trance, der Wirklichkeit entfliehen,
ein Auge lacht, ein Auge weint,
zwei Emotionen, in einem Gedanke vereint.
Worte spuken durch meinen Geist,
sie müssen raus, bevor es mich zerreißt.
Ich sitzt am Klavier,
zu Komponieren ist mein Wille,
drück die Tasten, spiel die Melodie der Stille.

Freddy Thierbach


Gedanken -
weit voraus -
unendlich' - fernen Raum's -
Traum -
jener Liebe - Geborgenheit -
nicht herrschend -
findend auf Erden --

Wäre ich ein Stein - lebte ich dennoch...
Hans-Jürgen Schulz
Angst 2

Ich spürte dieses Kribbeln
und du
warst so klar
so nah
so real
und deine Augen fragten mich

"Na, willst du oder willst du nicht ?"

Du warst mir
Lichtjahre überlegen
mit all deinen
Erfahrungen
ich konnte nur eins
vertrauen
und
mich endlos
fallen lassen

Heinz Flischikowski